9. Europäisches Expertentreffen 2014

Frust und Rausch – ‘Another Never Ending Story’

Missbrauch von ‘Arzneimitteln’

Bedeutung für den Alltag

lph-login-drogenAktiv, flexibel, stets verfügbar, gut sozial angepasst verbunden mit der Fähigkeit zur schnellen Regeneration in der Lücke des Terminkalenders:
Wer heute in der zunehmend komplexen und globalen Arbeitswelt mithalten will, muss diesem Anforderungsprofil entsprechen. Permanenter Leistungsdruck, Stress, Müdigkeit, dazu das Gefühl, nicht mehr mithalten oder den eigenen Ansprüchen gerecht werden zu können, sind die Konsequenzen. In der Folge unterliegen die Betroffenen der Verlockung, leistungssteigernde Substanzen oder solche, die der Stressbewältigung dienen, einzusetzen.

Die gezielte Anwendung von Arzneimitteln, zu denen bis auf weiteres auch sogenannte legal highs zählen können, lässt die Konsumenten vermeintlich den Leistungsdruck und dessen Folgen im Alltag ertragen und erleichtert das Ausleben individueller Bedürfnisse in der Freizeit. Die Einnahme der Mittel für solche Zwecke erfolgt jedoch missbräuchlich ohne therapeutische Indikation von überwiegend gesunden Menschen.

Die Auswirkungen des Konsums, wie z.B. die Bedeutung für die persönliche Gesundheit aber auch die mögliche Strafbarkeit werden oft nicht bedacht bzw. verharmlost.

Der Konsum psychoaktiver Substanzen in Europa, die Auswirkungen von missbräuchlicher Anwendung von Arzneimitteln im Alltag u.a. auf die Gesundheit der Konsumenten sowie der Sachstand von Strafverfolgung und Beweissicherung sind Themen, die von den Referenten der Fachtagung erläutert werden.

Veranstaltungsvideo

Grußworte und Einführung

  • Hans Wagner · Oberbürgermeister · Stadt St. Ingbert
  • Gaby Schäfer · Staatssekretärin · Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
  • Georg Jungmann · Staatssekretär · Ministerium für Inneres und Sport
  • Norbert Rupp · Landespolizeipräsident
  • Prof. Dr. Peter Schmidt · Leiter des Instituts für Rechtsmedizin an der Universität des Saarlandes
  • Prof. Dr. Günter Dörr · Direktor des Landesinstituts für Präventives Handeln
  • Einführung in das Thema: Michael Görlinger · Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Saarbrücken

Wissenschaftliche Grundsatzreferate

  • “Drogenkonsum in Europa”: Roland Simon · Head of unit – Interventions, best practice and scientific partners · European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (EMCDDA) Lissabon, Portugal
  • “Neue psychoaktive Substanzen – Fallberichte und Untersuchungsbefunde” : Dr. rer. nat. Andreas Ewald, Leiter der Forensischen Toxikologie am Institut für Rechtsmedizin der Universität des Saarlandes
  • “Wirkungen psychoaktiver Substanzen und gesundheitliche Auswirkungen des Konsums”: Prof. Dr. rer. nat. Volker Auwärter · Forensischer Toxikologe Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Freiburg

Impulsreferate - Blick über die Grenzen

  • Sachstand Drogenerkennung/Drogenkonsum in Luxembourg : André Schaak · Commissaire en Chef, Direction des Opérations et Prévention Luxembourg
  • Sachstand Drogenerkennung/Drogenkonsum in Rrankreich: Fabien Taglang · Commandant de Police de la DIPJ de Strasbourg détaché au CCPD de Kehl
  • Sachstand Drogenerkennung/Drogenkonsum in der Schweiz: Peter Hartmann · Chef Verkehrspolizei im Kanton Zürich

Info- und Erfahrungsaustausch - Industrieausstellung Drogentestgeräte - Pause

Impulsreferate

  • “Illegale/legale psychoaktive Substanzen – Missbräuchliche Nutzung bezogen auf Altersgruppen, Bedeutung, gesellschaftlicher Umgang”: Prof. Dr. Heino Stöver, Professor für sozialwissenschaftliche Suchtforschung Fachhochschule Frankfurt am Main
  • “Angebot und Bezug rezeptpflichtiger Medikamente im Internet – Strafbarkeit für Vekäufer und Käufer”: Maria Focken · Amtsanwältin, Staatsanwaltschaft Hamburg

Workshops

  • Workshop 1
    Bedeutung der Beweiserhebung für Verfolgungsbehörden und Betriebe: Maria Focken, Staatsanwaltschaft Hamburg
  • Workshop 2
    Auswirkungen von Suchtgefahren auf die Präventionsarbeit, Prof. Dr. Heino Stöver, Professor für sozialwissenschaftliche Suchtforschung, Fachhochschule Frankfurt am Main
  • Präsentation der Workshop-Ergebnisse

Impulsreferat

  • „Doping – Vermeintliche Mittel und Methoden“ : Univ.-Prof. Dr. Mario Thevis, Forensischer Chemiker (GTFCH) · Institut für Biochemie, Zentrum für Präventive Dopingforschung, Deutsche Sporthochschule Köln


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